AnÀsthesie
Narkose so sicher und angenehm wie nie

An dieser Stelle möchten wir Sie ĂŒber die neusten Entwicklungen in der AnĂ€sthesie bzw. das Narkoseverfahren in unserer Klinik informieren. Um einen perfekten Operationsablauf mit optimalen Ergebnissen zu gewĂ€hrleisten, hat sich unser AnĂ€sthesie-Team auf das Prinzip der sogenannten Fast-Track-AnĂ€sthesie konzentriert. Das heiĂt, dass die individuelle Narkose fĂŒr Sie so schonend wie möglich, mit geringstmöglichen Schmerzen sowie einer frĂŒhestmöglichen Klinikentlassung erreicht wird.
Das AnÀsthesieteam
Das Institut fĂŒr AnĂ€sthesiologie, Schmerztherapie und Akupunktur unter der Leitung des Klinikleiters Herrn A. Razeq Alimy, Facharzt fĂŒr AnĂ€sthesiologie, Schmerztherapie und Akupunktur ist Partner der Eilenriede Klinik, go:h (Gelenkchirurgie-OrthopĂ€die Hannover) und weiterer BelegĂ€rzte der Eilenriede Klinik. Das Institut besteht aus elf FachĂ€rzten, einem Weiterbildungsassistenten und fĂŒnfzehn Gesundheits- und Krankenpflegern sowie medizinischen Fachassistentinnen.

Die Patienten werden bei uns ausschlieĂlich von erfahrenen FachĂ€rzten mit einem breiten Spektrum an Behandlungsverfahren fĂŒr eine optimale medizinische Versorgung und nachhaltige Schmerzfreiheit von der Aufnahme bis zur Entlassung betreut.
Narkose so sicher wie nie
Die Aufgabe unseres Teams besteht darin, fĂŒr die Patienten alle heute verfĂŒgbaren anĂ€sthesiologischen Methoden anzubieten, die es erlauben, individuell fĂŒr den Patient und seine spezielle Erkrankung, die speziellen operativen Erfordernisse, die schonenden AnĂ€sthesieverfahren einzusetzen.

Vor der Operation werden die Patienten von qualifizierten AnĂ€sthesisten beraten und die notwendige Untersuchung vor Ort durchgefĂŒhrt, um die besten AnĂ€sthesieverfahren auszuwĂ€hlen, um die Planung und Betreuung der postoperativen Schmerztherapie zu gewĂ€hrleisten. Die dabei eingesetzten Methoden der Schmerztherapie sind vielfĂ€ltig, aber immer auf den einzelnen Patienten und dessen Operationsart abgestimmt.
Bei orthopĂ€dischen Eingriffen bieten wir die Kombinations-AnĂ€sthesie von Vollnarkose mit regionalen AnĂ€sthesiemethoden. Ein regionales AnĂ€sthesieverfahren besteht aus dem Anlegen eines Schmerzkatheters, der durch regelmĂ€Ăiges Nachspritzen oder das AnschlieĂen einer Schmerzpumpe eine weitgehende Schmerzfreiheit des Patienten wĂ€hrend und nach dem Eingriff gewĂ€hrleistet. In unserer Klinik fĂŒhren wir standardgemÀà das Anlegen dieses Schmerzkatheters mit Hilfe von Ultraschall durch. Somit werden die QualitĂ€t und die Dauer der Schmerzausschaltung optimiert und die Patientenzufriedenheit durch weniger Fehlpunktionen und Korrekturen der Nadelposition deutlich erhöht.
Ăbelkeit und Erbrechen sind Vergangenheit
Ăbelkeit und Erbrechen sind unangenehme Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Narkose und Operation. Durch Gabe von modernen Antiemetika (Medikament gegen Ăbelkeit und Erbrechen) vor der Narkose können dieses Problem deutlich verringert werden und sind daher nicht mehr aktuell!

Messung der Narkosetiefe
Seit Anbeginn der AllgemeinanĂ€sthesie bestand der Wunsch Narkosetiefe messbar zu machen, um die Narkose wirklich âmaĂgeschneidertâ an den Patienten anpassen zu können.

Ăberwachung des Gehirns wĂ€hrend der Narkose
Die Sauerstoffmessung im Gehirn (INVOS-Oximeters) ist die neueste diagnostische Methode und ermöglicht in Teilbereichen des Körpers, wie zum Beispiel im Gehirn, die SauerstoffsÀttigung mit Hilfe eines hochsensiblen GerÀtes (INVOS-Oximeters) kontinuierlich zu bestimmen. Damit wird eine intraoperative Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff vermieden.

Bei einer Abweichung vom Normalwert kann der AnÀsthesist entsprechend reagieren und somit schwere Komplikationen wie ein Schlaganfall vermeiden.
Das Hirnstrombild (Elektroencephalogramm (EEG)) verĂ€ndert sich unter dem Einfluss von schlaffördernden Narkosemitteln.Hierbei kann mittels Klebeelektroden auf der Stirn, die einfach nach der Narkose wieder entfernt werden, das Hirnstrombild wĂ€hrend der Narkose abgeleitet werden. Den Narcotrend-Monitor, der nicht zum âPflicht-Monitoringâ zĂ€hlt, verwenden wir in der Klinik regelmĂ€Ăig. Er hilft mit einer automatisierten Interpretation, Narkosemittel individuell und bedarfsgerecht zu geben. Eine individuelle Ăberdosierung oder eine Unterdosierung der Narkosemittel mit der Möglichkeit von bewussten Wahrnehmungen können so vermieden werden.
Schmerzen nach der Operation mĂŒssen nicht sein
Die erfolgreiche Schmerztherapie erfordert eine umfassende Àrztliche Spezialisierung. Diese ist aber ohne die enge Zusammenarbeit aller wichtigen Fachgebiete nicht möglich. Erst der interdisziplinÀre Dialog durch Schmerztherapeuten, Operateuren, Krankengymnasten und Gesundheitspflegern ermöglicht in unserem Hause folgendes:
- Bedarfsgerechte Gabe von Narkosemitteln wÀhrend der Operation
- Minimierung des Wundschmerzes unmittelbar nach der Operation
- Reduktion von Ăbelkeit und Erbrechen
- FrĂŒhe Mobilisation und gezielte schmerzfreie Krankengymnastik
- FrĂŒhere Entlassung aus der Klinik
- Vermeidung von Chronifizierung der Schmerzen
Folgende wichtige Schmerztherapieverfahren zusÀtzlich zur modernen Vollnarkose kommen in unserer Klinik zum Einsatz:
RĂŒckenmarksnahe Kathetertechniken, periphere Kathetertechniken, intravenöse Schmerztherapie und patientenkontrollierte Analgesieverfahren.
Was ist einen Periduralkatheter?
Die PeriduralanĂ€sthesie zĂ€hlt zu den zentralen Nervenblockaden. Bei diesem wirken die LokalanĂ€sthetika auf Nervenwurzeln, die vom RĂŒckenmark ausgehen. Der Periduralkatheter ist ein dĂŒnner Kunststoffschlauch, der in örtlicher BetĂ€ubung in den Periduralraum gelegt wird. Die Katheterspitze befindet sich nur wenige Zentimeter unter der HautoberflĂ€che. Der Katheterschlauch wird am RĂŒcken hochgefĂŒhrt und das Ende auf dem Brustkorb festgeklebt. Der Patient kann sich frei bewegen , sitzen und problemlos auf dem dĂŒnnen Katheter liegen. Die PeriduralanĂ€sthesie zĂ€hlt damit zu den zentralen Nervenblockaden. Dieses effiziente Schmerztherapieverfahren ist nach heutigen Erkenntnissen jedem systemischen Schmerztherapieverfahren ĂŒberlegen. Es wird fĂŒr folgende Operationen in unserem Haus eingesetzt: HĂŒft- und Knie-Prothesen, Umstellungsosteotomien, Oxford-Prothesen sowie gröĂere Bauch- und gynĂ€kologische Operationen. Der Periduralkatheter wird nach 1 bis 2 Tagen entfernt, da in diesem Zeitraum der gröĂte Wundschmerz schon ĂŒberwunden ist.
Was sind periphere Kathetertechniken?
Insbesondere nach Operationen im Schulterbereich ist hĂ€ufig mit intensiven Schmerzen zu rechnen. Der Einsatz einer peripheren Kathetertechnik wie des Plexuskatheters, begleitend zur Vollnarkose, hat sich bei Operationen im Schulterbereich, Ellenbogen- und bei Handoperationen bewĂ€hrt. Die Kathetertechnik lokalisiert bei der Anlage NervenbĂŒndel in der NĂ€he dieser Region mittels eines elektronischen GerĂ€tes, dem Nervenstimulator. In unmittelbarer NĂ€he von Nerven kann damit ein dĂŒnner Katheter gelegt werden. DarĂŒber kann wiederholt oder kontinuierlich etwas LokalanĂ€sthetikum nachgegeben werden, wenn die Wirkung der BetĂ€ubung im Versorgungsgebiet der blockierten Nerven nach Stunden nachlĂ€sst. Durchschnittlich betrĂ€gt die Wirkung bis zu 12 Stunden. In dieser Zeit herrscht eine Kraftlosigkeit und GefĂŒhllosigkeit in dem betroffenen Arm oder Bein. Wir bieten die interskalenĂ€re Nervenblockade fĂŒr Operationen an der Schulter und die Nervus-femoralis-Blockade fĂŒr Operationen am Bein (Bandplastiken) an.

Intravenöse Schmerztherapie
Die intravenöse Schmerztherapie und PCA (patientenkontrollierte Analgesie) ist eine Alternative und ErgĂ€nzung zur RegionalanĂ€sthesie. Patienten, bei denen aus bestimmten GrĂŒnden keine Regional-/Periduralanalgesie möglich ist, profitieren von diesem Analgesieverfahren. Prinzipiell kann die intravenöse Schmerztherapie bei jedem Eingriff verwendet werden.

Weitere MaĂnahmen
Nach Beendigung der Operation und dem Aufwachen werden die Patienten auf unsere Aufwachstation gebracht und dort von unserem Team aus AnĂ€sthesisten und AnĂ€sthesiepflegekrĂ€ften betreut und ĂŒberwacht um die postoperativen Komplikationen zu vermeiden.
Die Dauer des Aufenthaltes richtet sich nach der Art der Operation, den durchgefĂŒhrten Narkoseverfahren sowie dem Zustand des frisch operierten Patienten. Sobald die Patienten ausreichend wach sind und der Kreislauf stabil ist, findet nach einer gewissenhaften Ăbergabe die Verlegung auf die Station statt. Die ambulanten Patienten werden von Angehörigen abgeholt.
Postoperative Schmerztherapie
Ăber die Schmerztherapie und AnĂ€sthesie-Technik sowie die Wirkung und Nebenwirkungen oder Komplikationen werden die Patienten beim PrĂ€medikationsgesprĂ€ch (NarkosevorgesprĂ€ch) vom AnĂ€sthesisten ausfĂŒhrlich aufgeklĂ€rt. Die postoperative Schmerztherapie in unserer Klinik fĂŒhrt unser Akutschmerzdienst durch. Die Patienten werden zwei- bis dreimal tĂ€glich vom Schmerzdienst auf Station besucht, um eine Schmerzbeurteilung und Behandlungsanpassung vorzunehmen. Bei Problemen und schweren FĂ€llen wird mit dem Operateur und Stationsarzt die Strategie der postoperativen Schmerztherapie neu festgelegt.

